ZU "LEID.GEPRÜFT":

 

 

Den äußeren Anlass für den Aufsatz-Band „leid.geprüft“ bietet das sogenannte „Florian-Jahr“ in Oberösterreich. Vor 1.700 Jahren starb Florian den Märtyrertod.

Ausgehend vom Bild des Märtyrers als einen an seiner Überzeugung (bis zum Tod) Leidenden stellten sich die Herausgeber, Thomas Werner Duschlbauer und Peter Klimitsch, die Frage, welches Bild von Martyrium am Beginn des 21. Jahrhunderts existiert und wie dieses interpretiert werden kann. Verlust, Verzicht, Schmerz, Leid - diese Begriffe rücken in den Mittelpunkt.

Um das Spektrum an inhaltlichen Aspekten bestmöglich auszuschöpfen, wurde die Leitidee zur wissenschaftlichen Publikation „leid.geprüft“ mittels „call for papers“ in verschiedenste wissenschaftliche communities, darunter an Universitäten in Europa wie auch in Übersee, transportiert. Das Ergebnis: eine internationale Sammlung von Essays, darunter Perspektiven aus Disziplinen wie Cultural Studies, der Medientheorie, der Politikwissenschaft, der Literaturtheorie oder der Kunstgeschichte.

In unserer gegenwärtigen westlichen Gesellschaft des Wohlstands und des Überflusses scheint Verzicht nämlich nur auf den ersten Blick ein Fremdwort zu sein. Sieht man jedoch genauer hin, so wird einem schnell bewusst, dass Menschen aller gesellschaftlichen Schichten mit unterschiedlichsten Formen des Verzichts konfrontiert sind - sei es nun freiwillig oder auch fremdbestimmt.

Mit Beiträgen von Phillip Gunderson, Jeffrey Arnold Shantz, Charles Jason Lee, Gregory Therel Esplin, Thomas Duschlbauer, Katarzyna Ancuta, Peter Klimitsch, Gauti Sigthorsson, Cornelia Schertler, Elisabeth Vera Rathenböck und einem Interview mit Anas Schakfeh (Präsident der islamischen Kultusgemeinde, A)

 

 

 

 

 

 

151 Seiten, 21 x 14,8cm, brosch., mit S/W-Fotografien

ISBN 3-901815-25-2 (2004)

€ 16,90

PRESSESTIMMEN:

"Typisch für den Verzicht der Gegenwart [ist] es demnach, dass er nicht vom Mangel, sondern vom Überfluss geprägt sei. Wir würden uns der Verzichtskultur mit masochistischen Zügen, im Sinn von „Geiz ist geil“, annähern (...). Der Schnäppchenjäger, der bei der sündteuren Fastenkur im Kloster seinen Konsumrausch ausnüchtert, [ist] somit kein Gegensatz." - Maria Etzelsdorfer, was.ist.los? 16. bis 22. Oktober 2004

ZU DEN HERAUSGEBERN:

Thomas Werner Duschlbauer

Peter Klimitsch

 

Ebenfalls unter Herausgeberschaft von Thomas Werner Duschlbauer und Peter Klimitsch erschien:

sprach.räume - Literatur findet Stadt

natur.ereignis – Idylle nach Stifter

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