|
ZU "MARATHON": |
|
|
|
"Marathon"
spielt im Spätherbst des Jahres 1980 in New York. Die Novelle nähert sich
fiktional an die Person des Mörders von John Lennon an: ein Biograf
porträtiert eine Star der Musikszene. Wie kann er sein Werk beenden? Denn das
muss der Biograf, da ihm seine Existenz im Schatten des Stars unerträglich
geworden ist. In diesen Tagen des Finales, vor dem Nullpunkt, lernt der Biograf eine Läuferin kennen, die er schon lange von seinem Fenster aus beobachtet. Der Versuch, eine intime Nacht mit ihr zu verbringen, scheitert. Die Beobachtung einer Projektion auf einen künstlichen Wasserfall in dieser Nacht aber verstärkt die Erkenntnis des Biografen, dass er nur durch den Tod des Stars sein Lebenswerk fertigstellen kann - denn erst mit dem Tod lässt sich eine Biografie vollenden. Doch ein anderer, ein völlig Unbekannter kommt ihm zuvor ... |
|
96 Seiten, geb., mit Schutzumschlag, Edition Pangloss,
Gunskirchen ISBN 3-901132-22-8 (2001) € 11,00 nur mehr über
"Gruppe für angewandte Texte" erhältlich!!! |
|
PRESSESTIMMEN: "Jeder kennt John
Lennon, jeder weiß, dass er vor 21 Jahren in New York ermordet wurde. Umso
verblüffender ist die Sogwirkung des Buches [...] spannend wie ein
Krimi." - Milli Hornegger, Neue
Kronenzeitung/Oberösterreich "Seit Alain Robbe-Grillet wurde oft auf literarischem
Beobachtungsposten in die Jalousie gegriffen, um die Lamellen zu spreizen.
Vor kurzem hat es die Linzer Autorin Elisabeth Vera Rathenböck getan, und sie
hat es gut gemacht. Ihre Novelle "Marathon" ist eine literarische
Versuchsanordnung mit drei Personen. [...] Nun zeichnet sich der Nouveau
Roman per definitionem unter anderem dadurch aus, dass er die Dinge in einen
eigenen, realitätsunabhängigen Kosmos stellt und eher distanziert betrachtet.
So auch bei Rathenböck. Ihr Thema, so erklärt die Autorin im Nachwort, sei
die Beschreibung mehrerer "Prinzipien der Übertragungen von Identitäten
auf verschiedene Ideale [...] im Spannungsfeld zwischen Selbstfindung und Idolisierung." [...] Rathenböck schreibt eine in der
Wortwahl nüchterne, im Duktus aber traumwandlerisch kreisende Prosa, in der
beispielsweise Emotionen nur in ihren körperlichen Auswirkungen zur Sprache
gebracht werden. Am auffälligsten an Rathenböcks Sätzen
sind die drei Punkte, mit denen sie in beinahe jedem Absatz immer wieder auf
eine Leerstelle, ein Kippen, ein Atemanhalten hinweist. Diese wiederkehrenden
Punkte sind wie Knoten in einem Netz, durch das die drei Figuren miteinander
verbunden sind. [...]" - Werner
Schandor, URL: www.literaturhaus.at
[18.03.2002] "[...] fiktive
Biografien Anfang der 80er Jahre. Diese Genres stecken den Rahmen ab, den die
1966 geborene Elisabeth Vera Rathenböck für ihr jüngstes Opus 'Marathon -
eine Novelle' gewählt hat. Was daran außergewöhnlich ist und daher Beachtung
finden sollte, ist der Versuch, der literarischen Gattung entsprechend,
sowohl Neues als auch Gewendetes vorzuführen. Gelungen ist
ihr das Kunststück, Einblick zu geben in, und
Zeugnis von Pervertierung derer, die mangels Eigenem ausschließlich von und
aus zweiter Hand leben. Die minutiöse Schilderung eines Voyeur-Daseins.
Angesiedelt in und zwischen zwei einander gegenüber liegenden New Yorker
Hotels. [...] Es ist der Versuch, nach der Wirklichkeit ausschließlich mit
Hilfe von Fiktionen zu greifen. Nach der Metapher Gegenwart." -
Till Mairhofer,
OÖ. Kulturbericht "Elisabeth Vera Rathenböck [...] projiziert schattenhaft beklemmend aus dem für die Menschheit kleinräumigen Anlass der Ermordung eines berühmten Musikers (John Lennon?) auf die gewaltige Kulisse des 11. September wie eine Laterna Magica die monströse Figur der ermordeten Twin Towers von New York. Auch bei diesem erschreckenden Tod der Wahrzeichen New Yorks ist es erst dieser selbst, der es möglich macht einen Zeitabschnitt biografisch zu beenden. Da wir gerade in diesem Augenblick unsere ganze Hoffnung darauf konzentrieren, es möge daraus nicht durch einen überdimensionierten Krieg (der USA gegen den Irak, Anm.) ein neuer, noch viel größerer Tod, fast schon eine Weltbiografie abschlussfähig machen, erhöht die Beklemmung des Augenblicks, in dem diese Lesung stattfindet." - Berthold Greif (Verein Linzer Dombücherei) anlässlich einer Lesung der Autorin am 10.02.2003 |
ZUR
AUTORIN: Elisabeth
Vera Rathenböck, Jahrgang 1966, lebt in
Steyr und Wien. Weitere
Bücher von Elisabeth Vera Rathenböck: >
Abenteuer Musik – Das Geheimnis der Flöte
(2007) >
Abenteuer Musik - Das Geheimnis der Geige
(2005) >
Herbarium des Präsens (2003) >
Memento
Mori, Roman (1999, 2. Aufl.
2001) >
EuroGRIPS und die verschleppten Hunde. Ein neues Krimi-Abenteuer
(gem. mit Peter Klimitsch) (1999) >
EuroGRIPS - Das Krimi-Abenteuer in Österreich
(gem. mit Peter Klimitsch) (1997) > Die Stimme diese Ratte (1997) |
|